10 Tipps, wie du (wieder) mehr lesen kannst

Du warst als Kind eine echte Leseratte, aber die Freude an Büchern ist dir in deinem stressigen Erwachsenenleben irgendwie abhandengekommen?

Du fängst öfter mal hochmotiviert ein neues Buch an, das im Alltag aber schnell auf deinem Nachttisch verstaubt, weil du einfach nicht zum Lesen kommst?


Du liest zwar gerne, aber seit längerem hat dich kein Buch mehr so richtig vom Hocker gerissen und deshalb rückt dieses Hobby immer weiter in den Hintergrund?


Wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft oder du aus anderen Gründen (wieder) mehr lesen möchtest, habe ich hier 10 Tipps für dich, wie du das Lesen gut in deinen Alltag integrieren kannst und passende Bücher findest!



Tipp #1: Lies Bücher, die dich wirklich interessieren.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: WENN du schon liest, dann sollen es doch bitte auch „wichtige“ Bücher sein. Zum Beispiel bekannte Klassiker, aktuelle Bestseller oder Ratgeber zum Thema Persönlichkeitsentwicklung.

Grundsätzlich ist das in Ordnung, aber sollte dich das alles eigentlich überhaupt nicht interessieren – dann lass es. Du musst nichts lesen, nur weil es schon viele andere vor dir gelesen und möglicherweise für gut oder empfehlenswert befunden haben. Lies einfach das, was dir am besten gefällt, und nicht das, was „man“ angeblich gelesen haben sollte. Wenn du (wieder) eine gewisse Leseroutine entwickelt hast, erweitert sich dein Leserepertoire möglicherweise ganz von allein.

Tipp #2: Brich Bücher ab, die dir nicht gefallen.

Natürlich gibt es sie, die „Slowburner“, in die man erst mal nicht richtig reinkommt, die später aber umso mehr Fahrt aufnehmen und dich dann doch noch aus vollem Herzen begeistern können. Aber mit einer gewissen Leseerfahrung wirst du schnell merken, bei welchen Büchern sich das „Durchbeißen“ lohnt und bei welchen einfach nicht.

Und daher lege ich dir sehr ans Herz, deine kostbare Lesezeit nicht mit Büchern zu verschwenden, bei denen du schon nach 20 oder 30 Seiten merkst: Das wird nichts mit uns. Diese Bücher werden dir nichts geben, schon gar keinen Lesespaß – und den musst du für dich finden, um regelmäßig wieder mehr zu lesen. Bücher, die du nicht magst, kannst du immer noch weiterverschenken oder -verkaufen (gilt natürlich nicht für Ebooks).

Tipp #3: Suche Inspiration und tausche dich mit anderen Leser*innen aus.

Lesen ist per se kein sonderlich geselliges Hobby. Mehr Akteure als dich und dein Buch gibt es dabei erst mal nicht. Aber: Hattest du beim Lesen oder danach nicht auch schon oft das Bedürfnis nach Austausch mit anderen? Und könnten dir Menschen mit einem ähnlichen Lesegeschmack vielleicht weitere tolle Bücher empfehlen? Bestimmt!

Du musst dazu ja nicht direkt Buchblogger*in werden (aber wenn du Lust darauf hast: Warum eigentlich nicht?!). Es gibt viele tolle bereits bestehende Buchcommunities wie z. B. Lovelybooks oder Goodreads. Auch Instagram bietet sehr gute Inspirations- und Austauschmöglichkeiten. Such doch einfach mal nach dem Hashtag #bookstagram und du wirst wahnsinnig viel Content finden. Auch ich bin übrigens dort vertreten, meinen Account findest du unter @ju.literatur. 😊

Ansonsten gibt es natürlich auch nach wie vor zahlreiche Buchclubs, die sich online oder auch real treffen, um über Bücher zu sprechen. Google bei Interesse doch mal danach, und du findest bestimmt ein Angebot, das zu dir passt.


Tipp #4: Setze dir Leseziele.

Lesen ist kein Wettbewerb, daher solltest du klein anfangen und realistisch überlegen: Wie viele Bücher kannst und möchtest du in einem bestimmten Zeitraum (mindestens) lesen? Und wenn es erst mal nur ein Buch pro Monat ist – fang an, erstell dir vielleicht sogar einen kleinen Leseplan, zum Beispiel für die nächsten zwei bis drei Monate. So stehst du nicht nach jedem ausgelesenen Buch erneut vor der Frage, was du als nächstes lesen sollst, und der Wechsel zum nächsten Buch ist viel niederschwelliger.

Tipp #5: Tracke die von dir gelesenen Bücher.

Noch mal: Das Lesen soll auf gar keinen Fall zum Zwang ausarten und du musst dabei auch keine Rekorde brechen. Aber vielleicht macht es dir Freude, deine Lesefortschritte festzuhalten. Möglicherweise kommt es dir ja nur so vor, als würdest du wenig lesen, in Wirklichkeit kommt aber innerhalb eines Jahres doch schon eine ziemlich stattliche Anzahl an Büchern zusammen?

Probiere es doch mal eine Weile aus – entweder nur für dich ganz klassisch analog, z. B. in einem Bullet Journal, oder in einer simplen Excel-Liste. Du kannst aber auch Apps wie Bookstats oder Read-O nutzen. Auch manche Buchcommunities wie das bereits erwähnte Goodreads bieten eine Tracking-Funktion.

Tipp #6: Lies (auch) Ebooks.

Viele Leseratten bevorzugen immer noch „echte“ Bücher gegenüber Ebooks – und das ist total okay! Aber wenn du wieder mehr lesen möchtest, kann ich dir nur empfehlen, dir auch einen Ebook-Reader anzuschaffen, falls du noch keinen hast.

Die Vorteile sind unbestreitbar: Du hast von jedem Ort auf der Welt (na ja, zumindest jedem mit Internetverbindung) Zugriff auf ein riesiges Angebot an Büchern, die du entweder kaufen oder auch ausleihen kannst.

Mit einem Kindle* von Amazon bewegst du dich ausschließlich in der Amazon-Welt und kannst mit einem Prime-Konto viele Bücher kostenlos lesen. Mit einem Tolino* kannst du dich auch für die sog. „Onleihe“ deiner örtlichen Bücherei anmelden und unabhängig von Öffnungszeiten auf deren Ebook-Sortiment zugreifen, wann und wo immer du willst – klingt das nicht verlockend?

Ebook-Reader haben klar die Nase vorn, wenn du mal ganz kurzfristig nach neuem Lesestoff suchst und sofort anfangen möchtest zu lesen. Und für alle Fans gedruckter Bücher: Du musst ja nicht gleich komplett auf Ebooks umsteigen, „nur“ weil du dir einen Ebook-Reader gekauft hast. 😉 Eine praktische Ergänzung – gerade auch für unterwegs – bietet er aber allemal.

Tipp #7: Schaffe dir feste Lesezeiten.

Ein Klassiker zur Etablierung neuer Gewohnheiten – aber er funktioniert! Bei vielen Leser*innen am üblichsten ist wahrscheinlich der regelmäßige Griff zum Buch unmittelbar vor dem Schlafengehen. Das ist ein schönes Ritual, denn Lesen entspannt dich vor dem Einschlafen und funktioniert definitiv besser, als das Smartphone mit ins Bett zu nehmen.

Wenn du aber z. B. abends zu müde zum Lesen bist, überleg dir mal, ob du dir stattdessen morgens den Wecker eine halbe Stunde früher stellst, um dann zu lesen. Andere Personen oder Tiere, die ggf. mit in deinem Haushalt leben, schlafen vielleicht noch, und du hast ungestört Zeit für dich und dein Buch – das klingt doch toll, oder?

Die feste Lesezeit kann aber natürlich auch zu jedem anderen Zeitpunkt des Tages stattfinden, ganz wie es dir passt. Vielleicht immer in der Mittagspause, gleich nach Schulschluss oder Feierabend, auf dem Stepper im Fitnessstudio (so verbindest du gleich zwei gute Gewohnheiten miteinander!)? Mit ein bisschen Fantasie findest du bestimmt einen Zeitraum, den du dir regelmäßig fürs Lesen freihalten kannst – und wenn es nur 15 Minuten sind.

Tipp #8: Mache Bücher in deinem Alltag präsenter.

Du sitzt im Wartezimmer deiner Zahnärztin oder dein Zug kommt mal wieder zu spät? In solchen Situationen suchen viele von uns sofort nach Ablenkung und greifen automatisch nach ihrem Smartphone.

Anderes Beispiel: Du liegst abends erschöpft auf der Couch, die Fernbedienung des Fernsehers liegt direkt vor dir auf dem Tisch. Netflix ist somit nur einen Tastendruck entfernt, ein Buch hingegen müsstest du erst mal aus einem anderen Raum holen. Wer wird hier wohl den Kampf um deine Aufmerksamkeit gewinnen?

Du verstehst bestimmt schon, worauf ich hinaus will: Du wirst mehr zum Lesen kommen, je öfter du es zu einer möglichst leicht zugänglichen Alternative gegenüber anderen Beschäftigungen machst. Stecke dir dazu immer ein Buch oder deinen Ebook-Reader ein, wenn du das Haus verlässt. Und leg dir auch zu Hause immer dort ein Buch parat, wo du dich gerade befindest.

Wenn sich ein Buch oder dein Ebook-Reader stets in deinem Blickfeld oder in deiner Tasche befindet, steigen die Chancen erheblich, dass du Lücken in deinem Alltag oder deine Freizeit lesend verbringen wirst.

Tipp #9: Lege beim Lesen dein Smartphone weit weg.

Nun hast du es eigentlich geschafft: Du hast dich entschieden zu lesen und machst es dir mit einem guten Buch gemütlich. Vielleicht ist es sogar sehr spannend und du bist richtiggehend gefesselt davon – aber trotzdem: Sobald das in deinem Blickfeld liegende Smartphone blinkt, bist du allein durch die Wahrnehmung abgelenkt, dass da irgendetwas „passiert“ ist. Und die Versuchung, sofort nachzusehen, worüber wir da benachrichtigt wurden, kennen wir alle, oder? Geht ja auch ganz schnell, meinen wir – und zack, schon sind wir raus aus dem Lesefluss.

Deshalb gilt: Lege für ungestörte Lesezeit das Smartphone – oder auch sonstige technische Geräte, die dich ablenken könnten – weit weg, am besten in einen anderen Raum. Und schalte sie dort natürlich auch stumm. 😉


Tipp #10: Akzeptiere Leseflauten.

Klingt vielleicht erst mal paradox, denn wir wollen doch mehr und nicht weniger lesen?! Schon, aber das Allerwichtigste ist, dass du den Spaß am Lesen langfristig nicht verlierst. Und genau das kann passieren, wenn du dich ständig dazu zwingst zu lesen, obwohl du gerade einfach keine Lust darauf hast, trotz der von mir aufgezählten Tipps im Moment kein passendes Buch zur Hand hast oder dich die spannende neue Netflix-Serie halt im Augenblick wirklich mehr interessiert als jedes Buch. Wir alle kennen Phasen, in denen wir mal weniger oder auch gar nicht lesen, und das ist okay.

Setze dich nicht unter Druck und vertraue deiner Intuition: Zur passenden Zeit wirst du wieder ein geeignetes Buch finden und ganz „freiwillig“ und ohne irgendwelche Tricks und Überlistungen darin lesen (wollen).




Thalia
(*)

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps helfen und du findest deinen eigenen Weg, (wieder) mehr zu lesen. Hinterlasse mir gerne unten einen Kommentar oder schreibe mir in einer Nachricht, ob die Tipps für dich hilfreich waren oder du noch weitere Tipps hast, die anderen helfen könnten.

Sieh dich gerne auch weiter auf meinem Blog um und lass dich auf der Suche nach neuem Lesestoff von meinen Rezensionen inspirieren oder teste dein Wissen in meinem Literatur-Quiz. 🙂


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